Tipp: Weihnachtsgewürze

Weihnachtsgewürze für die Gesundheit
November 2014

Die Weihnachtszeit steht vor der Tür. Und mit dem Advent verbinden wir auch besondere Gewürze. Nicht nur Plätzchen und Kuchen schmecken damit besonders, auch unsere Gesundheit profitiert von diesen besonderen Pflanzen. Diese Gewürze sind in der Weihnachtbäckerei unverzichtbar.

 Zimt
Zimt ist eines der ältesten Gewürze, das angeblich schon 3000 v. Chr. in China als Heil- und Gewürzmittel verwendet wurde. Goldene Zimtkränze wurden den Göttern geweiht und in der chinesischen Mythologie war der Zimtbaum ein Lebensbaum.

Der feinere uns bekannte Ceylon-Zimt wurde um 1498 vom portugiesischen Seefahrer Vasco da Gama auf der Insel Ceylon, dem heutigen Sri Lanka, „entdeckt“ und so nach Europa gebracht. Sri Lanka ist noch heute eines der größten Anbaugebiete für Ceylonzimt.                                                                                                                      Im Europa des 16. bis 18. Jahrhunderts galt Zimt als eines der teuersten und kostbarsten Gewürze.

Zimt ist ein Gewürz aus der getrockneten Rinde von Zimtbäumen, insbesondere des Echten oder Ceylon-Zimtbaums (Cinnamomum verum). Zur Gewinnung von Zimtöl werden kleinere Äste und auch die Blätter verwendet.

Wir kennen Zimt gemahlen, als braunes Pulver oder als kleine Stange, auch Kaneel genannt. (französisch cannelle = Röhrchen). Dabei handelt es sich um ein zusammengerolltes, röhrenförmiges Rindenstück des Zimtbaumes.

Als Gewürz ist Zimt bei uns vor allem in Verbindung mit Zucker, für Süßspeisen, Gebäck und Glühwein gebräuchlich. Seltener wird Zimt in unseren Breiten für herzhafte oder scharfe Speisen oder Fleischgerichte verwendet, wie das in der orientalischen, asiatischen oder indischen Küche üblich ist.                                        Ansonsten wird Zimt hauptsächlich zur Aromatisierung von Heißgetränken (Tee) und Alkoholika verwendet. Auch bei der Parfümherstellung wird es als Duftstoff verwendet. Und zum Räuchern eignet sich Zimt auch, Rinde und Blüte duften beim Verbrennen typisch.

Zimt wärmt stark und ist in der kalten Jahreszeit ein Mittel, um innerlich warm zu werden. Er wirkt anregend, macht fit und vital und gibt gute Laune. Zimt hat eine blutzuckersenkende Wirkung bei Diabetes mellitus und senkt auch die Blutfette wie Cholesterin, LDL- Cholesterin und die Triglizeride.                                                             Zimtrinde besitzt hemmende Wirkung auf das Wachstum von Bakterien und Pilzen und Mikroben (antibakteriell, fungistatisch, antimikrobiell). So unterstützt er das Immunsystem und die Selbstheilungskräfte. Auch eine krampflösende Wirkung ist belegt. 

Das ätherische Öl der Zimtrinde reizt die Magenschleimhaut, was zu einer Anregung der Speichel- und Magensaftproduktion führt und indirekt die Darmbewegung fördert. Dadurch werden verschiedene Probleme im Magen- Darm- Trakt gebessert, z. B. allgemeine Verdauungsstörungen, Blähungen, Völlegefühl, krampfartige Beschwerden oder auch Durchfall.

Bei einem täglichen Verzehr von bis zu 6 g Zimt täglich (ca. 1 Tl) sind diese Wirkungen nachgewiesen.

Schon von jeher wurde Zimt in der Volksmedizin für diese und ähnliche Beschwerden eingesetzt. So als Therapie bei leichten Magendarmkrämpfen, Appetitlosigkeit (auch bei Magersucht), Übelkeit und Erbrechen. Außerdem wurde Zimt auch bei Entzündungen mit Schmerzen, auch bei Rheuma und Arthrose, Erkältungen, Husten und bei starker, schmerzhafter Menstruation eingesetzt.

In der Homöopathie wird Zimt (Cinnamomum) unter anderem bei Beschwerden des Magen-Darm-Trakts (z. B Blähungen, Diarrhoe) eingesetzt. Außerdem zur Blutdrucksenkung und bei Schleimhautblutungen (z. B. Menstruationsstörungen, Parodontitis, Nasenbluten). Sogar bei hysterischen Anfällen mit großer Angst mit Enge-Gefühl in der Brust, mit Verlust von Puls und Reaktion bis hin zu Halluzinationen wird Zimt eingesetzt.

Wenn Zimt in sehr hohen Dosen genommen wird, kann es zu allergischen Reaktionen der Haut und der Schleimhäute kommen. Außerdem kann Zimtrinde zu einem Erregungszustand mit Herzfrequenzerhöhung, einer Steigerung der Atemtätigkeit und der Schweißsekretion führen.
Nach solch einer Attacke kann es zu Müdigkeit und sogar Depressionen kommen.

Zimtöl wirkt sehr reizend auf Haut und Schleimhaut. Außerdem fördert es die Wehentätigkeit, weshalb Schwangere vorsichtig damit umgehen sollten. Allerdings kann es unter der Geburt als Hilfsmittel eingesetzt werden, um Wehen zu stimulieren.

Vor einiger Zeit wurde vor dem Verzehr von Zimt gewarnt.                                            Es hatte sich herausgestellt, dass bei Versuchen mit Ratten eine extreme Überdosierung zu verschiedenen Krankheiten führen kann. Schuld daran sei der Stoff „Cumarin“.

Der Cumaringehalt im Cassia- Zimt aus China liegt ungefähr bei 2 g pro Kg ZimtBeim teureren Ceylon-Zimt liegt er bei ca. 0,2 g pro Kilogramm Zimt.

!!! Es gibt keinen Beleg dafür, dass beim Menschen bei normaler Dosierung solche Probleme auftauchen.

Nelken
Gewürznelken haben mit den uns bekannten Blumen- Nelken nichts zu tun. Sie sind die getrockneten Blütenknospen des Gewürznelkenbaumes. Der Gewürznelkenbaum war 2010 die Heilpflanze des Jahres. 

Ursprünglich stammt die Gewürznelke von den Molukken (indonesische Inselgruppe). Diese Inseln wurden früher „Gewürzinseln“ genannt.                                                     Im frühen Mittelalter brachten arabische Händler das seltene Gewürz erstmals nach Europa.

Nelken und Gewürzmischungen mit Nelken werden bevorzugt in der indischen, arabischen und chinesischen Küche verwendet, aber mittlerweile ist das kleine „Nägelchen“ auf der ganzen Welt als Küchengewürz bekannt und beliebt. Sie gibt Glühwein, Lebkuchen und Wildgerichten eine süßlich-würzige Note.                           Indonesische Nelkenzigaretten (Kretek) bestehen zu einem erheblichen Anteil aus geschroteten Gewürznelken.

 Gewürznelken enthalten zahlreiche Inhaltstoffe, die für ihre gesundheitsfördernde Wirkung verantwortlich sind. In der chinesischen und ayurvedischen Heilkunde hat die Nelke ihren festen Platz. Schon vor 5000 Jahren verwendeten chinesische Ärzte sie als Medizin.

In unseren Breiten benutzt man Nelken bei Zahnschmerzen, Mund- und Rachenentzündungen und gegen Mundgeruch. Der Inhaltsstoff Eugenol gibt der Nelke eine antiseptische (keimtötende) Wirkung. Durch diese desinfizierende Wirkung wird Gewürznelke auch eingesetzt bei anderen Entzündungen, z. B. im Nieren- und Blasen- Bereich und sie ist ein gutes Mittel gegen Herpes. Außerdem hat dieses Öl eine krampflösende und örtlich betäubende Wirkung.                         In Likören gegen Verdauungsbeschwerden wird Nelke ebenfalls eingesetzt. Sogar gegen Darmparasiten können sie helfen.

Seit neuestem weiß man auch, dass die kleine Knospe zu den besten Antioxidantien gehört und sich daher zur Stärkung der körpereigenen Abwehr eignet. Gewürznelken können sogar die Gehirnleistung steigern, da sie anregend auf die Nerven wirken. Und sie können den Körper dazu bringen, eingelagertes Wasser wieder loszulassen. Das wiederum ist gut für die Figur.

Bestimmte Stoffe der Nelken sind in der Lage, den Glukose- Stoffwechsel der Leberzellen zu beeinflussen. Und zwar so, dass die Zellen wieder Zucker aufnehmen und speichern, genau wie durch Insulin. Auch eine Hemmung der Blutgerinnung wurde nachgewiesen.

 

Wenn Sie Nelkenöl innerlich anwende möchten bitte nur in verdünnter Form, denn Nelkenöl pur reizt die Schleimhäute.

!!!! Bei Verwendung in den üblichen Mengen sind keine Nebenwirkungen zu befürchten.

Kardamon
Kardamom stammt ursprünglich aus Südindien, Sri Lanka, Irak und Thailand. Zwei Arten sind bekannt: Schwarzer und grüner Kardamom. Die Kapselfrüchte werden kurz vor der Reife von Hand gepflückt, da sie sich ansonsten öffnen und so die Samen verloren gehen.

Die Kapselfrüchte beider Arten werden als Gewürz verwendet. In der indischen, arabischen und asiatischen Küche ist Kardamom ein verbreitetes Gewürz. Kardamomsamen sind Hauptbestandteil indischer Masalas, als Bestandteil des Currypulvers und des bekannten Chai-Tee. Das ayurvedische Konfekt Laddu enthält auch Kardamom.

Da der schwarze Kardamon nach Holz und Kampfer schmeckt, wird er überwiegend für deftige Fleischgerichte genutzt. Der grüne Kardamon eignet sich für Süßspeisen.

In unseren Breiten und den skandinavischen Ländern verwendet man Kardamom vorwiegend für Brot und Weihnachtsgebäck oder auch für Süßwaren. Wichtig ist das Gewürz bei der Wurstherstellung und zum Aromatisieren von Likören und Schokolade.

In arabischen Ländern wird dem Kardamom eine aphrodisierende Wirkung nachgesagt. Bei der Zubereitung von arabischem Mokka wird dem Kaffeemehl häufig Kardamom zugegeben. Kardamon macht Coffein bekömmlicher.

Die Aromastoffe des Kardamon sind sehr flüchtig. Deshalb sollte dieses Gewürz immer frisch zerstoßen benutzt werden.

Seit gut 3000 Jahren wird Kardamon im asiatischen Raum als Medizin eingesetzt. Besonders gegen Infektionen der Atemwege, Entzündungen der Bindehaut und der Augenlider. Auch Zahnfleischerkrankungen und Tuberkulose waren Anwendungsgebiete. Bei Hautkrankheiten und Insektenstichen half Kardamon und genauso gegen Schlangengifte.

Das ätherische Öl, das vor allem im Kardamom vorhanden ist, ist das Cineol.              Es wirkt in Lunge und Nebenhöhlen desinfizierend und schleimlösend. Außerdem hemmt es Neurotransmitter, die für eine Verengung der Lungenbläschen verantwortlich sind. Aus diesem Grund wirkt es bei chronisch-obstruktiven Lungenerkrankungen und verbessert die Lungenfunktion bei Asthmatiker.

Zusätzlich wirken Bestandteile des Öls antibakteriell und insektizid, antiviral und anitfungizit. Das stärkt das Immunsystem und hemmt Entzündungen und lindert Infektionen. Außerdem wirkt es anregend und krampflösend. Als probates Mittel bei Problemen beim Wasserlassen, bei Reizblase und Steinen in Blase und Nieren wird Kardamon eingesetzt, das Gewürz stark wasser- und harntreibend ist. Kardamon hilft bei Blähungen, Darmkoliken, Durchfall und Verstopfung.            Auch Menstruationsbeschwerden werden gelindert und Kardamon wirkt entkrampfend auf das Nervensystem. Er macht den Geist frei und regt das Gehirn an und hat insgesamt eine stimmungsaufhellende Wirkung. Kardamom fördert die Durchblutung und bringt den Kreislauf in Schwung. Kardamomsamen gekaut, helfen bei Mundgeruch entgegen.

Nebenwirkungen und Wechselwirkungen sind nicht bekannt.

Ihre Heilpraktikerin Karin Smolin

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