Tipp: Lachen ist gesund

Ein besonderer Vorsatz für das neue Jahr – Lachen für die Gesundheit          Januar 2015

Haben Sie auch gute Vorsätze für das neue Jahr? Vielleicht möchten Sie mit dem Rauchen aufhören oder Gewicht verlieren, vielleicht möchten Sie sich mehr Zeit nehmen für sich und Ihre Familie. Aber bestimmt möchten Sie auch etwas für Ihre Gesundheit tun. Dazu können Sie etwas nutzen, das absolut ohne negative Nebenwirkungen ist und dazu auch noch kostenlos ist – das Lachen.

Humor und Lachen ist so alt wie die Menschheit. Sogar bestimmte Affenarten lachen. Von jeher haben die Menschen gelacht, meistens in lustigen Situationen. Aber manchmal lacht man auch, wenn man Angst hat, verlegen ist oder sich schämt.

Schon immer gibt es Menschen, für die Lachen das schönste Geräusch der Welt ist und es gab schon immer Menschen, die das Lachen nicht wollten. Die Bedeutung des Lachens hängt sehr von der Mentalität eines Menschen ab und auch von der Gesellschaft, in der er lebt.

In allen Zeiten gab es Befürworter und Ablehner des Lachens. Homer beschreibt:      „…das unauslöschliche Gelächter der seligen Götter“. Gleichzeitig tadelt Plato diese „Enthemmung“ und zeigt diese lachenden Götter als schlechtes Beispiel.       Der antike Philosoph Demokrit fand die Ausgeglichenheit der Seele und die Gemütsruhe wichtig. Und im Besonderen waren ihm die Fröhlichkeit und das Lachen wichtig. In der gleichen Zeit lebte ein römischer Philosoph (Qintus Horatius Flaccus), der sagte: „ Ein Scherz, ein lachend Wort, entscheidet oft die größten Sachen besser und treffender als Ernst und Schärfe.“

Im Mittelalter, das ja sowieso ein düsteres Zeitalter war, war auch das Lachen nicht oft gefragt. In bestimmten Gegenden war Lachen in der Öffentlichkeit verboten. Das Lachen wurde sogar als Sünde verdammt.                                                              Sogar bis Anfang des 20. Jahrhunderts war Lachen verpönt. In Meyers Konversationslexikon aus dem Jahr 1900 steht geschrieben: „Lachen ist eine eigentümliche Modifikation der Atembewegungen, bei der die Ausatmung in mehreren schnell hintereinander folgenden Stößen unter mehr oder weniger starkem Schall ausgeführt wird, während die Einatmung meist in einem kontinuierlichen, etwas beschleunigtem und tiefem Zug geschieht…                 Diese Bewegung ist stets mit einer Zusammenziehung der mimischen Gesichtsmuskeln verbunden, die im Wesentlichen auf eine Verbreiterung der Mundspalte und Hebung der Mundwinkel hinausläuft.“

Heute beschäftigt sich die Wissenschaft ausgiebig mit dem Lachen. Besonders im gesundheitlichen Bereich hat man positive Wirkungen belegt und Lachen ist ja auch garantiert ohne negative Nebenwirkungen.

Wer so richtig herzhaft lachen kann bewegt fast alle der 21 Gesichts-Muskeln. Außerdem aktiviert er damit insgesamt 80 Muskeln. Für diese kurze Zeit gerät der Körper also in einen positiven Stress-Zustand, der unser Leben erfrischt und verlängert. Nach dem Lachen beruhigt sich der Organismus wieder rasch – im Gegensatz zum Dis-Stress, der ungesunden Art des Stresses, der lange negativ nachwirkt.

Der Muskel, der den meisten Einfluß auf das Lachen hat,  ist der Musculus zygomaticus major. Er ist am Jochbein angesetzt und zieht die Mundwinkel nach oben. Das lässt uns dann das optisch sichtbare Lächeln oder Lachen erkennen. Hier können wir so etwas wie Anti- Aging erleben. Es ist der physiognomische Alterungsprozess, der die Gesichtszüge im alternden Gesicht nach unten, wandern lässt. Das Lachen wirkt dem entgegen, die Gesichtszüge wandern nach oben und nicht nur der Eindruck von Alter verschwindet. Der Volksmund sagt: „Wer lacht, lebt länger und gesünder.“ Genau das kann die Wissenschaft heute bestätigen:

  • Lachen, herzhaft + 1 min. lang, erfrischt wie 45 min. Entspannungstraining.       
  • Lachen aktiviert insgesamt 80 Muskeln, davon fast alle 21 Gesichtsmuskeln.
  • Lachen aktiviert die Muskeln des Rumpfes, der Extremitäten, den Herzmuskel + die Herzgefässe
  • Lachen bringt das Herz zum schnelleren Schlagen, der Blutdruck reguliert sich, der Kreislauf kommt in Schwung.
  • Lachen verändert die Atmung und das Sprechen positiv.  
  • Lachen aktiviert die Sekretion in die Organe, das Blut, die Lymphe, usw.
  • Lachen regt die Verdauung an.
  • Lachen vermehrt die Sauerstoffzufuhr insgesamt, besonders im Gehirn. 
  • Lachen stabilisiert das Nervensystem durch vermehrte Ausschüttung von Botenstoffen im Gehirn + den körpereigenen morphinähnlichen Opiat- Verbindungen. (z.B. Dopamin – gibt gute Laune).
  • Lachen hilft bei chronischer Angst und Depression. 
  • Lachen entspannt, lindert quälende und sogar chronische Schmerzen. 
  • Lachen fördert den nächtlichen Schlaf.    
  • Lachen stärkt und stabilisiert das Immunsystem. 
  • Lachen ist ein Anti- Aging- Mittel, nicht nur im Gesicht.                                  U.v.m.

Humor macht „high“                                                                                              Komik aktiviert das Belohnungszentrum im Gehirn und so kommt es, dass Lachen sogar „high“ machen kann, so wie es auch bei Sport sein kann. Freuden- bzw. Lach-Tränen sind übrigens biochemisch ganz anders zusammengesetzt als Tränen der Trauer und des Schmerzes.

Leider wird das Lachen gerade dort immer weniger, wo es am notwendigsten wäre, nämlich mit fortschreitendem Alter. Das geht zu Lasten von Seele, Geist und Körper und mindert Lebensqualität und Leistungsfähigkeit. Vor allem die Erwachsenen gehen mit dieser kostenlosen und wirksamen Vorbeugungs- und Behandlungs- Maßnahme „Lachen“ immer zurückhaltender um.

Kinder bringen es am Tag auf rund 400 Lacher, wenn man Kichern, Wiehern, Grölen und andere Formen des „erweiterten Fröhlichseins“ zusammenzählt. Erwachsene lachen durchschnittlich nur noch 15-mal am Tag – wenn überhaupt.                    Ob das allerdings für beide Geschlechter gleich gilt, ist umstritten. Frauen sollen nämlich doppelt so häufig lachen wie Männer.

Dauer-Grinsen aber macht krank                                                                                 Es hat sich gezeigt, dass im Gegensatz zum spontanen, befreienden Lachen das beruflich verordnetes Dauer-Lächeln oder -Lachen krank machen kann. Besonders gefährdet sind Stewardessen, VerkäuferInnen, MitarbeiterInnnen von Call-Centern, usw. Eben von all denen, die ständig freundlich sein müssen. Oft muss diese Freundlichkeit vorgetäuscht werden. Immer dann, wenn man seine tatsächlichen Gefühle unterdrücken muss, hat das gesundheitliche Folgen. Freundlich-Sein wider Willen ist reiner negativer Stress.

Goethe meinte, dass der Mensch mit nichts seinen Charakter mehr zeige, als durch das, was er lustig findet.                                                                             So hat sich gezeigt, dass Menschen, die Nonsens (Unsinn, dummes Zeug) mögen, besonders offen sind für Neues und Fremdes, sie denken komplexer und kreativer. Dagegen sollen Menschen, die Witze mögen wie Blondinen- oder Friesenwitze, eher konservativ sein und Klarheit, Sicherheit und Strukturen mögen. Wie, wann und worüber ein Mensch lacht, lässt Rückschlüsse auf seine Persönlichkeit, ja sogar auf seine seelische Gesundheit, zu. (Psychologische Untersuchung, Kanada, 2003).

Schon seit langer Zeit wissen die Menschen, dass Lachen gesund ist für Körper, Geist und Seele. Nach all den wissenschaftlichen, sozialen und medizinischen Erkenntnissen der heutigen Zeit hat sich das als „Sicher“ herausgestellt.

Lachen ist eine Glückdroge, die nichts kostet, nicht verboten ist, nicht dick macht und außer Bauchschmerzen, feuchten Augen und Luftnot keine ernsthaften Nebenwirkungen hat.

Alle Menschen lachen gern. Wer nichts zu lachen hat, ist arm dran. Womöglich wird er zum Außenseiter und ausgelacht. Wer Humor hat, lässt sich beispielsweise schwer mobben. Der Angreifer hat keine Chance, taumelt ins Leere und wird selbst zu einer komischen Figur. Und dann bleibt noch die zwischenmenschliche Sache: Lachen ist und bleibt die kürzeste Verbindung zwischen den Menschen.

Wir sollten die Dinge, die uns krank machen oder kränken, weglachen.

Der Schriftsteller P. Jamin: „Wer sich krank lacht, lebt besonders gesund.        Heinz Rühmann meinte, das Lachen sei das Kleingeld des Glücks. (Da auch Kleingeld letztlich zu einem Batzen werden kann, tun wir gut daran, öfter zu lachen.)Charlie Chaplin hat gesagt: „Ein Tag, an dem man nicht gelacht hat, ist ein verlorener Tag.“

Wie man sieht, lohnt es sich, mehr zu lachen. Es unterstützt unsere körperliche und geistig/seelische Gesundheit. Wenn wir lachen, geht es uns einfach gut. Wir sollten so wenig verlorene Tage wie möglich erleben. Wenn wir genau hinschauen, finden wir jeden Tag etwas, über das wir uns lachen können.

Mit jedem Lachen tun wir uns selber etwas Gutes. In diesem Sinne: „Haben Sie heute schon gelacht?! “ Wäre das nicht ein guter Vorsatz für das neue Jahr?Lachen Sie sich gesund!

Ich wünsche Ihnen eine fröhliche Zeit und dass Sie jeden Tag etwas zu Lachen haben.

Ihre Heilpraktikerin Karin Smolin

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