Tipp: Fastnachts- Nachwirkungen

Fastnachts- Nachwirkungen
Januar 2013

Kater erwischt statt süßer Mieze !?
Karussell im Bett statt starkem Tiger !?

2013 steht Fasnacht früh auf dem Kalender. Am 07. Februar ist schon „Schmutziger Dunschtig“ und am 13. Februar ist Aschermittwoch und alles wieder vorbei. Oft hat man aber noch mindestens einen Tag nach solchen tollen Tagen Auswirkungen, die nicht so angenehm sind.

Einen ausgewachsenen Kater !!!

Solch ein „Katerchen“ kann sich durch die unterschiedlichsten Symptome bemerkbar machen. Hier einige Beispiele:

– Das Gleichgewicht ist gestört, alles dreht sich wie auf einem Karussell.

– Ein ausgewachsener „Haarspitzenkatarrh“ macht sich mit Kopfschmerzen und einem Brummschädel bemerkbar.

– Nachdenken und überlegen – Konzentration ist nicht mehr möglich.

– Helligkeit und Geräusche sind extrem störend, einfach zu laut und zu hell.

– Der Magen ist absolut „sauer“ und will irgendetwas von sich geben.

– Das Herz schlägt wie verrückt, der Geschmack im Mund könnte …..Iiiigitt !!!!    

                   

So ein „putziges Tierchen“ erscheint nur nach zu viel oder schlechtem Alkohol. Die Beschwerden und Intensitäten sind sehr individuell und variieren je nach Person und Alkoholgehalt. Es gibt Menschen, die riechen nur an einem Bier oder Sekt und sind schon beschwipst. Andere dagegen können so viel Alkohol trinken, dass alle anderen schon lange „unter dem Tisch liegen“, bis sie überhaupt etwas merken. Genauso gibt es Menschen, die nie mit „einem Kater“ am Morgen danach zu kämpfen haben, egal wie viel sie getrunken haben. Andere dagegen durchleiden sämtliche Symptome.

 

In der Leber wird Alkohol (Ethanol) abgebaut. Dazu muss Aldehyd-dehydrogenase in ausreichender Menge vom Körper hergestellt werden. Dieser Stoff sorgt dafür, dass schädliche Zwischenprodukte abgebaut werden können. Beim Alkoholabbau entsteht erst Acetaldehyd und später Essigsäure. Acetaldehyd ist ein Zellgift und wenn es nicht schnell genug umgewandelt und ausgeschieden wird, kann diese Giftigkeit zu Beschwerden führen. Je nach Qualität des Alkohols finden sich auch mehr oder weniger Methol, Propanol oder andere Fuselalkohole. Der Abbau dieser Stoffe führt zu noch giftigeren Produkten, wie zum Beispiel Formaldehyd !                                                                                           Besonders in selbst gebrannten Alkoholen, billigem Rotwein, Cognac, Fruchtlikören, usw. sind viele Fusel- Alkohole.

 

Katersymptome entstehen auch, weil Alkohol ein Hormon blockiert, das den Nieren den Auftrag gibt, Wasser zurück zu gewinnen. Also werden Wasser und damit Vitamine, Mineralstoffe, usw. vermehrt ausgeschieden. Deshalb muss die Toilette öfer aufgesucht werden. Und auch auf Grund des Flüssigkeitsmangels im Gehirn gibt es Kopfschmerzen und Konzentrationsstörungen. Der trockene Mund zeigt auch den Wassermangel.

 Alkohol beeinflusst außerdem die Gefäße und die Ausschüttung von Serotonin, was auch wieder zu Kopfschmerzen führen kann und die Temperaturregulation stört.

Der Blutzuckerspiegel wird durch Alkohol gesenkt, was bei einer normalen Mahlzeit vorteilhaft sein kann. Wenn Alkohol aber exzessiv getrunken wird, sinkt auch der Blutzuckerspiegel stark. Das kann zu Unruhe, Heißhungerattacken, Aggressionen und verminderter Hirnleistung, Kontrollverlust und Bewusstseinstrübung führen. Im Extremfall kann es zu Aspiration (Einatmen von Materealien wie Speichel, Nahrung, Flüssigkeiten, usw.) und Krämpfen und sogar zu einem Schock kommen.

 

Zu viel Alkohol kann Auswirkungen haben wie Unterzuckerung mit u.a. Unruhe, Kontrollverlust, Aggression und  Bewusstseinsstörungen sowie auch Störungen der Temperatur- Regulation und der Schmerzempfindung, Erweiterung der Blutgefäße und Dehydration (Austrocknung) mit Konzentrationsstörungen, Kopfschmerzen und Vitalstoffverlust.

 

Seit jeher gibt es etliche „Katermittelchen“, die helfen können, die Beschwerden am Tag danach zu lindern. Allerdings kann niemand eine Garantie geben, dass sie helfen. Trotzdem finden Sie hier einiges, was Sie ausprobieren können:

  • Wasser hilft, die Flüssigkeiten wieder aufzufüllen. So viel Wasser wie möglich trinken.
  • Orangensaftschorle gibt Flüssigkeit und Vitamin C.
  • Eine kräftige Brühe hilft, den Elektrolythaushalt wieder aufzufüllen.
  • Genauso wie Heringe als Rollmöpse oder Bismarckheringe.
  • Auch Salzgurken und anderes milchsauer eingelegtes Gemüse helfen dabei.
  • Rohes Sauerkraut hat u.a. viel Vitamin C und reguliert Magen und Darm.
  • Käse bringt Calcium, Natrium, Chlor (wichtig für den Magen) und Magnesium.
  • Auch Vitamin- und Mineralstoff- Präparate helfen, den Vitalstoffhaushalt wieder zu normalisieren.
  • Tomatensaft mit Salz und Pfeffer bringen wieder einige Salze und Vitamine in den Körper.
  • Isotonische Getränke z. B. Sportgetränke, Apfelsaft, alkoholfreies Bier für den Elektrolyt- und Flüssigkeitshaushalt.
  • Äpfel und Bananen bekämpfen die Übelkeit und geben dem Körper gleichzeitig Vitalstoffe und Zucker.(Fruchtzucker hilft beim Alkoholabbau).
  • Nudeln und Brot mit süßem Aufstrich bringen den Blutzuckerspiegel wieder hoch.
  • Kartoffeln entsäuern und beruhigen den Magen.
  • Bewegung an frischer Luft hilft gegen Kopfschmerzen und Konzentrations- Störungen.
  • Pfefferminzöl- Einreibungen an Schläfen oder Nasenwurzel lindert die Kopfschmerzen.(Vorsicht, nicht in die Augen bringen.)
  • Artischockensaft /-herzen oder Rote Beete Saft oder Pu-Erh-Tee helfen der Leber beim Entgiften.
  • Aspirin oder Alka Selzer sind altbekannte Mittel gegen einen Kater, besonders gegen Kopfschmerzen. Sie können allerdings auch zusätzlich den Magen belasten.
  • Coffein in Form von Kaffee oder Cola mit viel Zitronensaft lindert ebenfalls Katerbeschwerden.
  • Joghurt zu gleichen Teilen gemischt mit Wasser ist auch ein gutes Katermittel.
  • Die Aminosäure Cystein unterstützt die Leber, Zucker füllt die Energiespeicher wieder auf und Wasser beschleunigt die Entgiftung und bringt den Flüssigkeitshaushalt wieder auf in den Normbereich.
    Diese 3 Vorteile zusammen finden sich in Schokomilch. Zusätzlich ein Löffel Molkeproteinpulver bringen der Leber noch mehr Cystein.  

                                                        

Um den Kreislauf wieder auf Touren zu bringen, helfen Duschen und Abreibungen, auch Tee wie z. B. je 1 Tl Melisse und Rosmarin mit 1/8 l Wasser aufbrühen, 10 min. ziehen lassen und mit Honig gesüßt in kleinen Schlucken trinken.

Für den Magen ist das homöopatische Mittel „Nux vomica“ oder ein Tee z. B. aus Kamille, Salbei, Melisse, Odermennig, Pfefferminze, gelber Enzian gut. Zusätzlich Weide in solch einem Tee hilft auch als Schmerzmittel.

 

Von den Schüßler- Salzen kann eine Kombination gegen Kater helfen z. B.:

  • Nr. 3 (Ferrum phos. D12) zur Anregung und als Schmerzmittel
  • Nr. 6  (Kaluium sulf. D6) als Lebermittel zur Entgiftung
  • Nr. 7 ( Magnesium phos. D6) zum Entsäuern und Entkrampfen
  • Nr. 10 (Natrium sulf. D6) zur Entgiftung und Regulation des Darms.

Sicher gibt es noch viele andere Hausmittel, die bei einem Kater helfen. Ich habe für Sie einige aufgeschrieben und hoffe, dass sie helfen , wenn Sie sie denn brauchen.

Das beste Mittel ist, erst gar keinen Kater zu bekommen, also entweder nichts oder nur mäßig Alkohol trinken. Dann klappt es bestimmt auch mit dem Tiger oder der Mieze.

 

Ich wünsche Ihnen eine glückselige Fasnacht, kommen Sie gut durch die 5. Jahreszeit und behalten Sie immer einen klaren Kopf.

Ihre Heilpraktikerin Karin Smolin

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